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Informationen für Forschende

Planen Sie Forschungsvorhaben, bei denen digitale Verhaltensdaten erhoben werden sollen?

Die Digital Device Use Self-monitoring Platform (D2USP) ist eine Infrastruktur für Forschung, die unser gemeinsames Verständnis der Nutzung digitaler Geräte und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft, das individuelle Wohlbefinden und die Produktivität verbessert. Die D2USP unterstützt sowohl Forschende als auch Bürger*innen, indem sie mit PersonalAnalytics eine datenschutzfreundliche, anpassbare und nutzerfreundliche Software zur automatisierten Erhebung und anonymisierten Auswertung digitaler Verhaltensdaten bereitstellt, die sowohl für private als auch für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden kann.

Statt die Datenerhebungs-Infrastruktur für eine Feldstudie von Grund auf selbst aufzubauen, können Sie PersonalAnalytics nutzen, für Ihre Studie konfigurieren und an Ihre Teilnehmenden ausliefern. Code-Signierung, automatische Updates und ein datenschutzfreundlicher Datenexport sind bereits eingebaut. Die Software wurde über mehr als ein Dutzend peer-revieweden Feldstudien an Konferenzen/Journals wie CHI, CSCW, DIS und TSE mit über tausend Teilnehmenden eingesetzt.

Anwendungsbeispiele

Zur Veranschaulichung einige Studiendesigns, für die sich PersonalAnalytics gut eignet. Einige davon spiegeln bereits laufende Projekte auf der Plattform wider, andere sind offene Richtungen, die wir für verfolgenswert halten.

Beispiel 1: Computer-Nutzung in der (Hochschul-)Bildung

Kombiniert Umfragen, Experience Sampling und digitale Nutzungsdaten, um zu verstehen, wie Studierende tatsächlich arbeiten, lernen und sich ablenken lassen. (Zielgruppe: Studierende.)

Beispiel 2: Nutzer*innen-Interaktion mit bestimmten digitalen Inhalten

Untersucht die realen Auswirkungen von Social-Media- und Nachrichtenkonsum im Feld, mittels Computer-Nutzungsdaten, kurzer Experience-Sampling-Umfragen und ergänzender Interviews. (Zielgruppe: Bürgerinnen.)

Beispiel 3: Digitalisierte Arbeitsregime, digitale Hygiene und Selbstmanagement

Homeoffice- und Hybrid-Modelle bringen neue Herausforderungen für Wissensarbeiterinnen mit sich. Ein Projekt könnte untersuchen, wie digitale Nutzungsdaten helfen, negative gesundheitliche Auswirkungen (etwa Überlastung oder Fragmentierung) früh zu erkennen und zu reduzieren, und Nutzerinnen bei Selbstmanagement und Reflexion unterstützen. (Zielgruppe: Wissensarbeiterinnen.)

Beispiel 4: Wie Menschen mit KI-Assistenten arbeiten

Erfasst, wann und wie Teilnehmende im Arbeitsalltag zu Chatbots und KI-Werkzeugen (z. B. Coding-Assistenten) greifen, und kombiniert dies mit Selbstauskünften zu Vertrauen, wahrgenommenem Nutzen und kognitivem Aufwand, um zu untersuchen, wie KI tatsächlich in die Arbeit integriert wird und nicht nur, wie Menschen ihre Nutzung beschreiben. (Zielgruppe: Wissensarbeiterinnen, Studierende.)

Beispiel 5: Auswirkungen von KI-Nutzung auf Fokus und Kompetenzen

Verbindet Interaktionsdaten mit Experience Sampling, um Fragen nachzugehen wie: Geht intensive Nutzung von KI-Assistenten mit stärker fragmentierter Aufmerksamkeit einher, verändert sie das Hilfesuchverhalten oder die Verweildauer an einer Aufgabe? (Zielgruppe: Wissensarbeiterinnen, Studierende.)
 

Einen Überblick über Projekte, die D2USP bereits erfolgreich einsetzen, finden Sie unter laufende und bisherige Studien.

Wie starten?

Wir empfehlen, sich zunächst einige der bisherigen Studien anzusehen, die PersonalAnalytics erfolgreich eingesetzt haben.

Auf GitHub verwalten wir den offenen Quellcode, sammeln Fehlerberichte, planen nächste Releases und dokumentieren die Software. Die Seite PersonalAnalytics for Researchers beschreibt Schritt für Schritt, wie die Software für das eigene Forschungsprojekt konfiguriert wird, inklusive Konfigurationsparameter, Code-Signierung und Auslieferung. Einen Überblick über die Funktionen der Software finden Sie unter PersonalAnalytics Software.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Dr. André Meyer oder Dr. Malte Doehne.

Die D2USP-Plattform wird von der Digital Society Initiative (DSI) der Universität Zürich (UZH) mitfinanziert. Das Projektteam ist am Kontakt mit Forschenden der DSI, der UZH und weiterer Hochschulen interessiert, die die Infrastruktur für eigene Forschungsprojekte nutzen möchten.